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„MeisterMacher“ Folge 3: Max Hannappel „gebaut wird immer!“

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Beim Betreten des Betriebsgeländes der Firma Schlag & Pröbstl, zieht einem direkt der dominante Duft von Holz in die Nase. Man merkt, bei dem Zimmereibetrieb aus Herschbach im Oberwesterwald dreht sich ohnehin alles um das Thema Holz.

Wir sind hier, um uns mit Max Hannappel zu treffen. „Einen Moment noch, ich muss noch zwei, drei Telefonate führen, dann hab ich sofort Zeit für euch“. Man merkt Hannappel an, dass er inzwischen mit bereits 24 Jahren Verantwortung im familiengeführten Betrieb übernimmt.

Entfernung zur Heimat lässt ihn reifen

Einen Prozess, der für das gesamte Kampagnen Team spannend zu beobachten ist. Schließlich ist der junge Meister quasi ein „Dauerbrenner“ bei „Hände hoch fürs Handwerk“ und seit dem Start der Kampagne im Jahr 2015 dabei. In den fünf Jahren hat sich für Max Hannappel viel getan. „2015 war ich noch in meiner Ausbildung und heute darf ich mich schon Meister nennen“, blickt er stolz zurück. Für den Besuch der Meisterschule in Augsburg musste er für ungefähr ein Jahr eine berufliche Auszeit nehmen.

Trotz einiger regionaler Möglichkeiten war der Standort Augsburg eine bewusste Entscheidung. Er ist davon überzeugt, durch die Entfernung zur Heimat reifer und selbständiger geworden zu sein. Zudem bietet die Meisterschule in Bayern die Möglichkeit, eine gewisse Fokussierung auf die Bauplanung zu legen. Das ist für seine heutige Tätigkeit absolut notwendig.
Denn seine Aufgaben im Betrieb haben sich mit dem Meistertitel gewandelt. Sein Aufgabengebiet ist heute nicht nur breiter gefächert, sondern auch verantwortungsvoller.

Tradition spielt eine große Rolle

Neben der Unterstützung im kaufmännischen Bereich ist er vor allem für die Arbeitsvorbereitung, Kundenbetreuung und Baustellenleitung zuständig. Mit auf die Baustellen fahren und aktiv anpacken ist für ihn deutlich in den Hintergrund gerückt. „Das hat aber auch damit zu tun, dass ich mir beim Sport einen Kreuzbandriss zugezogen habe. Wenn der ausgeheilt ist, dann sieht man mich auch wieder etwas mehr an den Baustellen.“, ist sich der ambitionierte Fussballer sicher.

Hannappel ist Zimmermann aus voller Leidenschaft. Das liegt auch daran, dass er diesen Beruf mit in die Wiege gelegt bekommen hat. Das Unternehmen im Westerwald wurde 1933 durch den Urgroßvater gegründet und ist bis heute dem Standort treu geblieben. Es packen auch alle Familienmitglieder mit an. Sogar der Großvater ist mit 84 Jahren noch aktiv dabei und arbeitet so mit, wie er kann.
Aufgrund der Historie spielt bei den Hannappels auch die große Tradition, die der Beruf des Zimmermanns mit sich bringt, eine wichtige Rolle. Voller Stolz erklärt uns Max Hannappel die Bedeutung der Traditionskluft, bestehend aus einer schwarzen Cordhose- und Weste, einem weißen Zunfthemd, sowie einem Zimmermannshut mit weiter Krempe und der Löwenkette am Gürtel.

Es wäre schade, wenn die in den vergangenen Jahrzehnten in den Hintergrund gerückte Tradition komplett verloren ginge. Eine weitere Tradition die Hannappel als gefährdet sieht, ist die Walz. „Auf der Walz ist man Wandergeselle und sammelt für mindestens zwei Jahre Erfahrungen in den unterschiedlichsten Betrieben“. Erfahrung ist seiner Meinung nach unerlässlich, um die Meisterschule zu besuchen.

Im Gegenzug ist der junge Meister froh, dass der Gesellenschlag nur noch selten umgesetzt wird. Dort wird dem Gesellen bei dem Bestehen der Prüfung ein Nagel durch das Ohr gehauen.

Robustheit und Leidenschaft sind unabdingbar

Für den Beruf des Zimmerers muss man allerdings auch ohne diese Tradition sehr robust sein. Trotz technischer Erneuerung und einiger Verbesserungen der Hilfsmittel, ist es eine körperlich sehr anstrengende Arbeit. Lange Arbeitstage, auch bei schlechter Witterung, sind keine Seltenheit.
Allerdings eine Arbeit, die sich lohnt und die leidenschaftliche Handwerker begeistert. Schließlich errichtet man mit seinen Händen etwas Nachhaltiges und sieht am Ende des Tages was man „geschafft“ hat.

„Man benötigt auf jeden Fall eine Begeisterung für die Aufgabe. Wenn man das mitbringt, dann übt man als Zimmermann den schönsten Beruf aus“, ist der „MeisterMacher“ überzeugt. Vor allem das Richtfest, nach getaner Arbeit und das Aufsagen des Richtspruches erfüllt einen Zimmermann mit Stolz.  

Dies könnte auch eine Erklärung für die bundesweit wieder ansteigende Zahl der Zimmerer Auszubildenden in den vergangenen zehn Jahren sein.

Hannappel ist zudem davon überzeugt, dass dieser Beruf absolut zukunftssicher ist. Auf die Nachfrage, wie er sich seine eigene Zukunft vorstellt, antwortet er prompt: „Gebaut wird immer und ich bin bereit bei uns im Betrieb noch mehr Verantwortung zu übernehmen!“

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