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„MeisterMacher“ Folge 6: Jonas Klöckner und das Destillat

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Schon bei der Ankunft auf dem Birkenhof wird die regionale Verwurzelung des Unternehmens und seiner Eigentümerfamilie deutlich. Was früher ein landwirtschaftlicher Betrieb war, ist heute eine überregional erfolgreiche Destillerie – mit einer herrlichen, „original westerwälder“ Aussicht über das Nistertal.

Jonas Klöckner empfängt uns freudig am Eingang des hauseigenen Shops, in welchem man die vielfältige Produktpalette der Brennerei erwerben und auch probieren kann. „Herzlich Willkommen bei uns im Familienbetrieb“, sagt der „frischgebrannte“ Destillateurmeister, der gemeinsam mit seinem Bruder Lukas die achte Generation der Brennerei darstellt.

Kreativität ist Grundvoraussetzung.

Das Unternehmen wurde 1848 im damaligen Erbach, heute Nistertal, gegründet und ist seitdem dem Standort treu geblieben. Man merkt Jonas Klöckner bereits ab dem ersten Moment des Gesprächs die Leidenschaft für seinen Beruf und für das Familienunternehmen an. Er erzählt von der Unternehmensgeschichte und erklärt uns die Rohstoffe und den Herstellungsprozess der verschiedenen Produkte.

Es wird schnell klar, dass der Beruf des Destillateurs sehr facettenreich ist, wenn man es als Unternehmen auch zulässt. „In unserer Destilliere ist Kreativität nicht nur gefragt, sondern eine Grundvoraussetzung, wenn man am Birkenhof eine Lehre als Destillateur beginnen möchte“, beschreibt es Klöckner. Zudem sollte man ein Grundverständnis für chemische Zusammenhänge, Hygienebewusstsein, Genauigkeit und Spaß am Handwerk sowie der Technik mitbringen.

Deswegen bildet der Birkenhof auch nicht jährlich aus, sondern trifft diese Entscheidung sehr sorgfältig, um die passenden Mitarbeiter für das Unternehmen zu finden.

Auf unsere Nachfrage hin, ob es für ihn immer klar war Destillateur zu werden, antwortet er schmunzelnd: „Nicht unbedingt. Ich hätte mir auch vorstellen können Berufsjäger zu werden“. Die Jagd ist seine zweite Leidenschaft. „Ich bin aber hier im Ort und in dem Unternehmen groß geworden und irgendwann reizt die Familientradition schon“, fasst es der 23-jährige „MeisterMacher“ zusammen.

Mit "JON" und "LUK" übernimmt die 8.Generation schon jetzt Verantwortung.

Nach dem Abitur absolvierte er seine Ausbildung zum Destillateur in einer Obstbrennerei im Bayerischen Wald sowie in einer Brennerei in Baden-Württemberg. Diese schließt er nach zwei Jahren als Prüfungsbester Destillateur in ganz Deutschland ab.

Im Anschluss beginnt er ein Studium der Getränketechnik in Geisenheim. Den Meisterkurs absolviert er in der vorlesungsfreien Zeit für zweieinhalb Monate in Berlin. Auch hier überzeugt er mit Leistung und besteht die Meisterprüfung mit Bravour.

Nach Abschluss des Studiums wird er in Vollzeit zurück in das Familienunternehmen wechseln, in dem er schon heute Verantwortung übernimmt. Zum Beispiel entwickelte er gemeinsam mit dem Destillateur-Team einen handcrafted Rum namens „JON“ – in Anspielung auf Jonas, der zusammen mit „LUK“, einem holzfassgelagerten Vintage-Korn (hier ist Jonas’ Bruder Lukas Namensgeber), ein Teil der BIRKENHOF Master Edition wurde.

Beruf des Destillateurs ist krisensicher

Zudem bezeichnet Klöckner den Beruf als krisensicher. „Durch den Lockdown in der Gastronomie und die Absage von Volksfesten ist der Verkauf in diesen Bereichen natürlich leider zurückgegangen. BIRKENHOF-Produkte wurden in diesem Jahr verstärkt über den Einzelhandel und unseren Online-Shop im gesamten Bundesgebiet verkauft.“

Bei den positiven Entwicklungen mit Blick auf den bundesweiten Absatzmarkt sowie der stetigen Erweiterung des Portfolios schwört der junge Meister auf die Tradition des Unternehmens: „Natürlich sind wir daran interessiert, weiter zu wachsen. Unsere Westerwälder Wurzeln sind das, was uns ausmacht. Sie haben uns in der Vergangenheit geprägt und die Region, aus der wir stammen – werden wir dabei nicht vergessen. Im Gegenteil, unsere eigene Auffassung von Zukunft und Tradition ist unsere Stärke und da gehört der Westerwald dazu.“

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