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„MeisterMacher“ Folge 7: Jan Wisser und die Leidenschaft zum Handwerk

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Bei der Abfahrt von der Landesstraße 300 in Richtung Meudt fällt das moderne Gebäude der HolzWerkstatt Schneider direkt ins Auge. Bereits an der Fassade kann man erkennen, dass das Thema Holz hier einen großen Stellenwert hat.

Der junge „MeisterMacher“ Jan Wisser wartet bereits auf uns und begrüßt uns mit einem kräftigen Händedruck. „Herzlich Willkommen bei uns im familiengeführten Unternehmen“, sagt der 23-jährige Meister im Zimmermanns Handwerk.

Während dem Meisterkurs werden Schneider und Wisser Freunde

Das Unternehmen in der Benzstraße 5 wurde im Jahr 2009 gegründet und eröffnete 2011 den heutigen Standort. Insgesamt beschäftigt die HolzWerkstatt Schneider heute sechs Mitarbeiter. Davon befinden sich drei in der Ausbildung.

Der Westerwälder Jan Wisser beginnt 2016 seine Ausbildung in einer kleinen Zimmerei. Im Jahr 2019 beschließt er, sich im Alter von 20 Jahren, weiterzubilden und den Meisterkurs zu belegen. Dort ist er im Jahrgang einer der jüngsten Teilnehmer.

Seit August 2020 ist er in Meudt beschäftigt. Seinen heutigen Chef lernte er während dem Meisterkurs bei der Handwerkskammer in Koblenz kennen. Die beiden freunden sich an und Marco Schneider möchte den Junghandwerker unbedingt für seinen Betrieb gewinnen.
„Jan ist mir mit seinem Talent und seinem Engagement direkt aufgefallen“, so der Unternehmer.

Zu dem Zeitpunkt arbeitet Wisser allerdings noch in einem Betrieb, welcher auf Fertighäuser spezialisiert ist. „Mir war es wichtig, Erfahrungen in einem größeren Unternehmen zu sammeln. Doch ich habe schnell gemerkt, dass ich gerne in einer Firma mit familiären Strukturen arbeiten möchte“.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Entscheidung nach Meudt zu wechseln, spielte die Tradition, die mit dem Zimmermannsberuf verbunden ist. Wisser ist davon überzeugt, dass kleinere- und familiengeführte Unternehmen einen großen Wert auf traditionelle Werte und Brauchtümer legen. Auch bei der HolzWerkstatt Schneider sei dies der Fall.

Beruf des Zimmerers ist eng mit Tradition verbunden

Ihm selbst ist die Einhaltung und Erhaltung der Zimmermannstraditionen sehr wichtig.
Dies beginnt bereits bei der Traditionskluft. Diese besteht aus einer schwarzen Cordhose- und Weste, einem weißen Zunfthemd, sowie einem Zimmermannshut mit weiter Krempe und der Löwenkette am Gürtel.

Auch das Richtfest mit traditionellen Richtspruch rückt wieder mehr in den Fokus, sind sich der „MeisterMacher“ und sein Chef einig.

Seitdem Jan Wisser im Oktober 2020 den Titel als Handwerksmeister verliehen bekommen hat, setzt Marco Schneider auf seinen jungen Mitarbeiter. „Jan ist bei uns im Betrieb quasi ein „Allrounder“, der nach und nach mehr Verantwortung übernimmt.“

Als Meister unterstützt er den Inhaber nicht nur in der Kalkulation der Aufträge, sondern agiert auch als Vorarbeiter auf den Baustellen.
Um den Erhalt von Fachkräften in Zukunft sicher zu stellen, sei ihm eine gute fachliche Ausbildung der Lehrlinge besonders wichtig.

Handwerk ist von Individualität geprägt.

Auf unsere Nachfrage, welche Vor- und Nachteile der Beruf des Zimmermanns mitbringt, antwortet er prompt: „Nachteile gibt es nicht!“. Er ist davon überzeugt, wenn man das Handwerk aus Überzeugung ergreift und mit Leidenschaft ausübt, kann es keinen schöneren Beruf als den des Zimmermanns geben.

Laut Jan Wisser ist kein Arbeitstag wie der andere, denn jede Baustelle ist individuell. Auch das Arbeiten mit dem Werkstoff Holz fasziniert ihn. Holz ist nicht nur vielseitig, sondern auch nachhaltig.
Marco Schneider ergänzt, dass vor allem die letzten beiden Jahre nochmal deutlich gezeigt haben, wie krisensicher das Handwerk ist.


Der „MeisterMacher“ Jan Wisser motiviert junge Menschen, den Beruf des Zimmermanns zu ergreifen. Erwähnt allerdings nochmal ausdrücklich, dass man für den Job geschaffen sein muss. Neben körperlicher Robustheit ist auch eine praktische Veranlagung besonders wichtig. In kleineren Betrieben ist es von hoher Bedeutung, über eine schnelle Auffassungsgabe, Flexibilität und vor allem Teamgefühl zu Verfügen.

In Zukunft möchte Jan Wisser weiterhin junge Zimmerer ausbilden und am liebsten in der HolzWerkstatt Schneider noch mehr Verantwortung übernehmen. „Mein großer Traum ist es, in Zukunft als Geschäftsführer gemeinsam mit Marco Schneider die gute Entwicklung des Unternehmens fortzuführen und weiterhin in einem gesunden Maß zu wachsen“.

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