Nachfolge2

Nachfolge – Betriebsübergabe

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In vielen Publikationen zum Thema Nachfolge wird der Fokus auf rechtliche und steuerliche Aspekte gelegt, die ohne Frage notwendig und wichtig sind. Die Unternehmensnachfolge ist aber auch eine tiefgreifende und alle Ebenen übergreifende Veränderung für die Betroffenen. Veränderungen gehen mit diversen Emotionen einher, von der Verunsicherung bis hin zur Angst. Neben wirtschaftlich und finanziellen Existenzängsten äußert sich Angst beim Übergebenden beispielsweise darin, Einfluss und Anerkennung zu verlieren, „nicht-mehr-gebraucht-werden“ oder auch „verdrängt-werden“ aus dem eigenen Unternehmen.

Oft genannte Emotionen und Ängste, die im Rahmen der Nachfolge auftreten, sind:

  • die Angst, das eigene Lebenswerk loszulassen;
  • die persönliche Zukunft des Seniors (ohne Unternehmen);
  • unklare finanzielle Absicherung im Alter
  • und schwierige Entscheidungen zu treffen, die weit über das Tagesgeschäft hinausgehen.

Warum sich manche Senioren mit dem Abschied von ihrer Firma so schwertun, lässt sich psychologisch erklären. Aus Sicht des Seniors ist die Unternehmens- nachfolge mit einem riesigen Status- und Sinnverlust verbunden.

Die psychologischen Barrieren sind dabei recht vielfältig wie:

 

Generationenkonflikt
● Änderung der Leitbilder der jungen Generation
● Vorsicht, geprägt durch Erfahrung beim Senior gegenüber Tatendrang beim Junior
● Unterschiede des Alters
● Unterschiede im Bildungsweg
● verschiedene Charaktereigenschaften

 

Existenzielle Ängste

● Zeitperspektive ohne Unternehmen
● Beschäftigung in der Freizeit
● Macht- und Ansehensverlust
● Angst vorm Altwerden

 

Erhaltung des Lebenswerkes
● starke persönliche Bindung an das Unternehmen
● einseitiges Engagement für das Unternehmen und Vernachlässigung der übrigen sozialen privaten Bereiche
● Glaube an eine Unersetzbarkeit
● sich durch das Unternehmen ein Denkmal setzen

 

Diese explosive Mischung aus Macht, Liebe und Angst verhindert oftmals das erforderliche rational geplante Vorgehen einer Betriebsübernahme.

Aber nicht nur der Senior hat seine Ängste. Auch für den Sohn oder die Tochter ist es oft nicht leicht sich in die neue Rolle des Firmenchefs(in) zurechtzufinden. Auf einmal sitzt man zwischen vielen Stühlen. Neben dem Verhältnis „Altchef – Neuchef“ stehen noch die emotionalen familiären Bindungen „Kind – Eltern“, das Verhältnis zu den Geschwistern, zu weiteren Erben sowie die Anerkennung durch die Mitarbeiter. Dies gilt gerade dann, wenn Mitarbeiter seit Jahrzehnten im Betrieb tätig sind. Sie kennen den „Neuen“ noch als Kind.

Aber auch außenstehende Nachfolger kämpfen mit ähnlichen Ängsten. Werden sie als Nachfolger von der Belegschaft überhaupt akzeptiert?

Der Abbau dieser psychologischen Barrieren bedingt eine bewusste Auseinandersetzung mit den Problemen. Das Wissen um diese Hürden schärft den Blick oder lässt aus den zu lösenden Aufgaben erst gar keine Probleme entstehen.

Die emotionale Entscheidung zur Übergabe bzw. Übernahme kann durch die richtige Vorbereitung sehr erleichtert werden.

 

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Volkswort Michael Jodlauk

Tel.: 02602 124-308

E-Mail: michael.jodlauk@westerwaldkreis.de

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