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WFG Wiki / Nachfolge

Due Diligence

Die Analyse des zu übernehmenden Betriebes ist ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge. Sie wird als Due Diligence bezeichnet. Due Diligence ist eine Form der Risikobewertung. Vor dem Erwerb einer komplexen Kaufsache macht sie dem Käufer (der Käuferin) transparent, welche Vorteile und Risiken mit dem Kauf verbunden sind. Damit obliegt ihre Durchführung auch dem Käufer (der Käuferin) oder einem von diesem beauftragten Experten. Externe Berater können Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, je nach Bedarf auch technische Sachverständige und Immobiliengutachter sein.

Der Verkäufer kooperiert, indem er alle Unterlagen, die den Betrieb betreffen, vollständig vorlegt. Dem Übernehmer (der Übernehmerin) ist es dann möglich, auf dieser Grundlage und eigener Recherche die Gesamtsituation des Betriebes im Sinne einer Chancen-Risiken-Analyse des Marktumfeldes einschätzen zu können.

Benötigte Unterlagen sind unter anderem: 

⇨ Jahresabschlüsse der letzten drei bis fünf Jahre 
⇨ Aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen 
⇨ Statistische Daten über Mitarbeiter und Kunden (im Rahmen des Datenschutzes) 
⇨ Verträge, z. B. Mietverträge, Gesellschaftsverträge, Versicherungsverträge 
⇨ Branchenberichte 
⇨ Konjunkturprognose

Die Prüfung des Unternehmens nach wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und kulturellen Aspekten gibt dem potenziellen Käufer (der potenziellen Käuferin) ein klares und fundiertes Bild davon, welche Risiken er oder sie bei der Übernahme eingeht.

Eine gute Due Diligence zeigt die “Gesundheit” der Firma, aber auch ihre Schwachstellen und potenzielle Baustellen bzw. Chancen. Vor allem aber gibt sie wichtige Informationen für die Unternehmensbewertung (und damit letztlich für die die Festlegung des Kaufpreises).

Die Kosten einer Unternehmensanalyse werden im Einzelnen bestimmt durch:

⇨ die Dauer 
⇨ den Umfang 
⇨ die Komplexität der auszuführenden Tätigkeiten 
⇨ die Informationsbeschaffung und Informationsauswertung
⇨ Beurteilung der einzelnen Untersuchungs- und Prüfungsgebiete
⇨ Qualifikation und Anzahl des eingesetzten Personals
⇨ In der Praxis werden aus Zeit- und Kostengründen bei kleineren bis
    mittelständischen Unternehmen häufig sog. Kurz Due Diligence 
    durchgeführt

Die Gesamtkosten einer Due Diligence Prüfung lassen sich nur schwer quantifizieren. Tagessätze zwischen 2.000 bis 3.000 Euro sind die Regel. Es gilt die Daumenregel:

  ca. 3 bis 10 % des Wertes des Zielunternehmens bzw. 
◈  ca. 10 bis 30 % der gesamten Transaktionskosten
◈  durchschnittliche Einsatzzeit der Beauftragten liegt zwischen 20 und 80 
     Manntage

Die Prüfung wird vom Käufer (Käuferin) bezahlt.

Ihr Ansprechpartner

Michael Jodlauk

Telefon: 02602 124-308
Mail: michael.jodlauk@westerwaldkreis.de

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