Navigation überspringen
WFG Wiki / Nachfolge

Betriebsübergabe innerhalb der Familie

Eine erfolgreiche Übergabe beginnt bereits im Kindesalter

Der Wunsch von Unternehmern, dass die Kinder das Unternehmen einmal weiterführen, wird durch das Verhalten des Unternehmers während seiner aktiven Zeit der Unternehmensführung – in der Regel auch die Zeit ist, in der die Kinder heranwachsen – oftmals negativ beeinflusst oder sogar zerstört. Die Kinder hören häufig nur von den täglichen Problemen, von der Schulden- und Steuerlast, von schwierigen Kunden und vielem Negativen mehr. Derart wollen die eigenen Nachkommen die „traurige Unternehmerwelt“ nicht erleben, wo doch darüber hinaus oft wenig Zeit für Kinder, Familie, Freizeit und zur Regeneration bleibt. Ein solches Leben ist nicht erstrebenswert.

Wenn ihr Sohn oder ihre Tochter einstmals den Betrieb übernehmen sollen, ist es wichtig, dass sie langfristig und sorgfältig an diese Aufgabe herangeführt werden. Ein Unternehmer muss seinen Kindern vermitteln, dass es Spaß macht, Unternehmer zu sein, dass ein Selbständiger mehr Freiheiten genießen kann als ein Arbeitnehmer und dass ein Selbständiger zu höheren Einkommen und Lebensstandard bringen kann.

Begehen Sie nicht den oben beschriebenen Kardinalfehler vom düsteren Unternehmeralltag. Denn wer so handelt, baut keinen Nachfolger auf.

Genauso wichtig wie eine positive Grundeinstellung ist, dass die Kinder von Jugend an für die Belange der Firma interessiert werden und dass sie mit der betrieblichen Sphäre vertraut werden. Dazu kann beitragen, dass die Kinder in ihrer Freizeit und in den Ferien das Taschengeld im Betrieb verdienen.

Sobald sich abzeichnet, welches der Kinder den Betrieb einmal übernehmen könnte, muss es behutsam an diese Aufgabe herangeführt werden.

Zur Vorbereitung gehören:

► Frühzeitige Förderung wesentlicher „Unternehmereigenschaften“ wie
      gesundes Selbstvertrauen, Urteilskraft, Verantwortungsbewusstsein,
      Führungsqualitäten, Fähigkeit Entscheidungen zu treffen.

► Eine erstklassige und fundierte Ausbildung. Empfehlenswert sind sowohl
      eine theoretische Ausbildung durch Schule bzw. Studium als auch das
      Sammeln von branchenspezifischen Berufserfahrungen außerhalb des
      eigenen Betriebes.

► Die erforderliche fachliche Qualifikation. Hinsichtlich dieser sind auch
      Bestimmungen der Gewerbeordnung zu beachten. Für die Ausübung
      bestimmter Gewerbe benötigt man entsprechende Befähigungsnachweise
      wie z.B. Meistertitel, Ingenieursabschluss, akademischer Titel.

► Kaufmännisches Wissen. Für die zukünftige Unternehmergeneration ist
      kaufmännisches Wissen unentbehrlich. Eine entsprechende Ausbildung
      oder Studium kann daher eine sinnvolle Ergänzung zur berufsspezifischen
      Ausbildung sein.

Bei der Auswahl des geeigneten Nachfolgers innerhalb der Familie gibt es ein weiteres psychologisches Problem. Die Auswahl erfolgt oft aus reinen subjektiven Erwägungen z.B. „nur der älteste Sohn erhält den Betrieb“ oder „nicht die Tochter, sondern ein männlicher Nachfolger muss es sein“. 

Zum Wohle der Firma sollten Sie bei der Auswahl ihres Nachfolgers jene objektiven Kriterien als Maßstab nehmen, die Sie z.B. bei der Bestellung eines Geschäftsführers wählen würden. Sind Sie emotional nicht in der Lage, so beauftragen Sie eine Personalberatung. Diese kann Ihnen helfen, Familienmitglieder neutral miteinander zu vergleichen und ihre Eignung zu bewerten. 

Ihr Ansprechpartner

Michael Jodlauk

Telefon: 02602 124-308
Mail: michael.jodlauk@westerwaldkreis.de

Vielleicht auch interessant?

Acht Erfolgsfaktoren der Betriebsübergabe

- Klar definierte strategische Weichenstellungen für eine zukünftige Betriebsentwicklung -

Betriebsnachfolge frühzeitig planen!

- Für viele Unternehmer ist es nicht einfach, an den Rückzug aus dem mit viel Mühe aufgebauten Betrieb zu denken. -

Betriebsübergabe - Auch eine Kopfsache

- Die Unternehmensnachfolge ist eine tiefgreifende und übergreifende Veränderung für alle Betroffenen -

Betriebsübergabe an Familienfremde

- Wie findet man den richtigen Nachfolger? -

Betriebsübergabe und Arbeitsrecht -A-

- Betriebs(ver)kauf ist kein Kündigungsgrund -

Betriebsübergabe und Arbeitsrecht -B-

- Widerspruchsrecht mit Tücken -

Betriebsübergabe und Arbeitsrecht -C-

- Informationspflicht des Übergebers -

Betriebsübergabekonzept

- Ein guter Plan ist die halbe „Miete“ -

Die Umsetzung der Unternehmensnachfolge unter emotionalen Aspekten

- Jede erfolgreiche Nachfolge ist ein Prozess in mehreren Schritten. -

Die zehn häufigsten Fehler bei einer Betriebsübergabe

- Wer die Fehler des anderen kennt, kann sie bei sich selbst vermeiden. -

Erbrecht -A-

- Grundprinzipien -

Erbrecht -B-

- Die gesetzliche Erbfolge -

Erbrecht -C-

- Das Testament. Testierfreiheit -

Erbrecht -D-

- Das Testament. Testamentsarten -

Erbrecht -E-

- Das Testament. Formvorschriften -

Erbrecht -F-

- Der Inhalt eines Testamentes. Erbeinsetzung -

Erbrecht -G-

- Der Inhalt eines Testamentes. Teilungsordnung -

Erbrecht -H-

- Der Inhalt eines Testamentes. Zuwendungen -

Erbrecht -I-

- Der Inhalt eines Testamentes. Vermächtnis -

Erbrecht -J-

- Der Inhalt eines Testamentes. Auflagen -

Erbrecht -K-

- Der Inhalt eines Testamentes. Testamentsvollstrecker -

Erbrecht -L-

- Der Inhalt eines Testamentes. Enterbung -

Erbrecht -M-

- Testament. Pflichtanteil -

Erbrecht -N-

- Testament. Die Häufigsten Fehler bei Testamenten -

Erbrecht -O-

- Testament. Testamentseröffnung -

Erbrecht -P-

- Testamentsanfechtung -

Erbrecht -Q-

- Erbvertrag -

Externe Firmennachfolge

- Wo finde ich einen Interessenten bzw. eine Interessentin? -

Familienstiftung -A-

- Was ist eine Familienstiftung? -

Familienstiftung -B-

- Stiftungszweck -

Familienstiftung -C-

- Gründung einer Familienstiftung -

Familienstiftung -D-

- Besteuerung einer Familienstiftung -

Familienstiftung -E-

- Gestaltung einer Familienstiftung -

Familienstiftung -F-

- Gründe für die Gründung einer Familienstiftung -

Familienstiftung -G-

- Gründungskosten -

Familienstiftung -H-

- Haftung -

Familienstiftung -I-

- Vor- und Nachteile -

Familienstiftung -J-

- Alternativen zur Familienstiftung -

Formen der Betriebsnachfolge -A-

- Beteiligung - Step by step zur Nachfolge -

Formen der Betriebsnachfolge -D-

- (Erben)gemeinschaft - Eine Gefahr für ihr Unternehmen? -

Fortführungsplan

- Ein unbedingtes Muss -

Fünf Tipps für einen erfolgreichen Führungswechsel in der Familie

- Im Rahmen der Familiennachfolge haben sich die folgenden Tipps bewährt -

Kaufvertragliche Aspekte eines Unternehmensverkaufs -A-

- Kaufvertrag -

Kaufvertragliche Aspekte eines Unternehmensverkaufs -B-

- Der Kauf von Geschäftsanteilen -

Kaufvertragliche Aspekte eines Unternehmensverkaufs -C-

- Kaufabwicklung, Konkurrenzklausel, Bestehende Verträge -

Planung einer Betriebsübergabe -A-

- Status-Quo-Bestimmung -

Planung einer Betriebsübergabe -B-

- Übergabeziele -

Planung einer Betriebsübergabe -C-

- Zielkonflikte -

Planung einer Betriebsübergabe -D-

- Planung einer Betriebsübergabe -

Planung einer Betriebsübergabe -E-

- Übergabeplanung -

Rechtliche Aspekte einer Betriebsübernahme -D-

-Datenschutzrechtliche Aspekt -

Rechtliche Aspekte einer Betriebsübernahme -A-

- Haftung -

Rechtliche Aspekte einer Betriebsübernahme -B-

- Handwerkliche Voraussetzungen -

Rechtliche Aspekte einer Betriebsübernahme -C-

- Arbeitsrechtliche Aspekt -

Unternehmenskaufvertrag

- Aus unterschiedlichen wirtschaftlichen Gründen werden Unternehmen ganz oder in Teilen verkauft. -

Unternehmensverkauf -A-

- Asset Deal versus Share Deal -

Unternehmensverkauf -B-

- Vor- und Nachteile Asset Deal / Share Deal -

Unternehmensverkauf -C-

- Asset Deal oder Share Deal? -

Unternehmensverkauf -D-

- Due Diligence -

Unternehmensverkauf -E-

- Due Diligence nach Maß -

Unternehmensverkauf -F-

- Kosten einer Due Diligence Prüfung -

Unternehmensverkauf -G-

- Ablauf einer Due Diligence Prüfung -

Unternehmensverkauf -H-

- Letter of Intent -

Unternehmensverkauf -I-

- Datenraum -

Unternehmensverkauf -J-

- Vor- und Nachteile einer Due Diligence -

Unternehmensverkauf -K-

- Unternehmensbewertung -

Unternehmensverkauf -L-

- Unternehmensbewertung. Substanzwertverfahren -

Unternehmensverkauf -M-

- Unternehmensbewertung. Ertragswertverfahren -

Unternehmensverkauf -N-

- Unternehmensbewertung. Discounted-Cash-Verfahren -

Unternehmensverkauf -O-

- Unternehmensbewertung. Multiplikatoren-Cash-Verfahren -

Unternehmensverkauf -P-

- Unternehmensbewertung. Venture-Capital-Verfahren -

Unternehmensverkauf -Q-

- Unternehmensbewertung. Bewertung der Verfahren -