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WFG Wiki / Nachfolge

Acht Erfolgsfaktoren der Betriebsübergabe

Erfolgsfaktor 1: Ein wettbewerbsfähiger und rentabler Betrieb

Die Markstellung, die Produktqualität, die maschinelle Ausstattung, die Errichtung der Betriebsräume, die Qualifikation der Mitarbeiter, der Standort und die Kundenbeziehungen, diese Faktoren schlagen sich in der Rentabilität nieder. Der zu übergebende Betrieb sollte in den vergangenen Jahren gute Gewinne erzielt haben und über klar definierte strategische Weichenstellungen für den zukünftigen Erfolg verfügen.

Erfolgsfaktor 2: Ein Übergeber, der auch zum Rücktritt bereit ist

Der Senior muss lernen „loszulassen“ und Vertrauen in die Fähigkeiten der nächsten Generation aufzubauen. Er sollte rechtzeitig nach neuen Herausforderungen und Betätigungsfelder außerhalb des Betriebes für die Zeit nach der Übergabe suchen.

Erfolgsfaktor 3: Eine gesicherte Altersversorgung des Übergebers

Je unabhängiger die Altersversorgung vom Betrieb, desto leichter fällt die Betriebsübergabe. Der Unternehmer sollte deshalb seine Altersversorgung frühzeitig außerhalb des Betriebes aufbauen, z.B. durch Immobilien oder anderen Kapitalanlagen.

Erfolgsfaktor 4: Bereitschaft zur Know-how Weitergabe

Der Übergeber sollte frühzeitig seinen Nachfolger (seiner Nachfolgerin) in die betrieblichen Informations- und Entscheidungsprozesse einbinden. Gleichzeitig sollte auch die Führungsmannschaft des Unternehmens die Integration des Nachfolgers (der Nachfolgerin) unterstützen.

Erfolgsfaktor 5: Eine umfassende Erbregelung

Die geplante Form der Übergabe ist mit der Familie abzustimmen. Hat der Unternehmer mehrere Kinder, dann sollte er durch eine umfassende Erbregelung den weiteren Bestand des Unternehmens sichern. Wenn er mit seinem Privatvermögen auch die anderen Erben befriedigen kann, vermeidet er, dass der Nachfolger (die Nachfolgerin) durch Auszahlungen an Miterben finanziell stranguliert wird bzw. sich in zermürbenden Familienstreitigkeiten aufreibt.

Erfolgsfaktor 6: Ein qualifizierter Nachfolger oder qualifizierte Nachfolgerin

Der Nachfolger (die Nachfolgerin) muss nicht nur die gesetzlichen Anforderungen (z.B. Meisterbrief, akademischer Titel) erfüllen, sondern auch jene Anforderungen, die heute an eine Unternehmerpersönlichkeit gestellt werden. Er (sie) sollte vor Antritt der Unternehmertätigkeit betriebsexterne Berufserfahrungen gesammelt haben.

Erfolgsfaktor 7: Das Eigenkapital des Nachfolgers oder der Nachfolgerin

Der Erwerber (die Erwerberin) eines Betriebes sollte ausreichend Kapital zur Übernahme haben und deshalb rechtzeitig Kapital ansparen.

Erfolgsfaktor 8: Zeit

Eine Betriebsübergabe unter Zeitdruck bringt nur selten eine gute Lösung. Das Konzept und die Verträge müssen sorgfältig ausgearbeitet werden.

Ihr Ansprechpartner

Michael Jodlauk

Telefon: 02602 124-308
Mail: michael.jodlauk@westerwaldkreis.de

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