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Private Absicherung -D-

Gesetzliche Unfallversicherung – Ein Auffangnetz bei unerwartetem Aus

Selbstständige sind von der Pflicht zur gesetzlichen Unfallversicherung befreit.

Wer Arbeitsnehmer einstellt ist aber automatisch versicherungspflichtig. Dann muss also immer die gesetzliche Unfallversicherung für Selbstständige abgeschlossen werden. 

Wenn allerdings außer dem Gründer kein weiterer Mitarbeiter angestellt ist, entscheidet die Branche, denn in bestimmten Berufszweigen gilt auch für Unternehmer die gesetzliche Unfallversicherungspflicht bei der jeweiligen Berufsgenossenschaft. 

Sind keine Arbeitnehmer vorhanden und es liegt auch nicht die genannte Berufsgruppe vor, so ist die gesetzliche Unfallversicherung für Selbstständige nicht verpflichtend. 

Auch wenn keine Versicherungspflicht besteht, ist es empfehlenswert, sich freiwillig bei der entsprechenden Berufsgenossenschaft zu versichern, denn bei relativ geringen Jahresbeiträgen wird erheblicher Versicherungsschutz gewährt wie beispielsweise

  • Schutz vor Unfällen auf dem Weg zur Arbeit von der Arbeit nachhause
  • Versicherung während der Arbeitszeit
  • Schutz vor Folgekrankheiten für Freiberufler
  • finanzielle Entschädigung im Falle der Arbeitsunfähigkeit
  • Maßnahmen, um die Arbeitskraft wiederherzustellen (zum Beispiel Bezahlung einer Haushaltshilfe oder häusliche Krankenpflege)
  • Entschädigung von Angehörigen oder Hinterbliebenen
  • ggf. Kosten der Wiedereingliederung ins Berufsleben für Unternehmer 

Da die Anmeldung bei der gesetzlichen Unfallversicherung für Selbstständige nur über die Berufsgenossenschaft erfolgt, legt diese auch die genauen Kosten und damit die Höhe der Beiträge für Freiberufler fest. Deshalb lässt sich nicht pauschal eine Gebühr für Unternehmer nennen. Generell werden die Kosten aber aus den Faktoren Versicherungssumme, Gefahrenklasse und Umlage-Faktor berechnet. Die Gefahrenklasse und auch der Umlage-Faktor werden von der Berufsgenossenschaft bestimmt. Die Werte orientieren sich dabei an den bisherigen ausgezahlten Versicherungssummen und der Anzahl der Unfälle innerhalb der Berufsgruppe.

Welcher Berufsgenossenschaft ein Unternehmer zugeordnet wird, können die Landes- oder Bundesverbände der gewerblichen Berufsgenossenschaften sagen.

Da die gesetzliche Unfallversicherung nur im beruflichen Bereich Schutz bietet, ist es daher empfehlenswert auch den privaten und Freizeitbereich eines Selbstständigen durch eine entsprechende private Unfallversicherung abzudecken.

Ihr Ansprechpartner

Michael Jodlauk

Telefon: 02602 124-308
Mail: michael.jodlauk@westerwaldkreis.de

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